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Videos vom Bau der ABORA IV

Teil 2 der Schilflieferung gut angekommen

Nachdem die erste Lieferung des Bolivianischen Totora nach der Zolluntersuchung etwas zerzaust angekommen ist, kam die zweite Lieferung am Freitag Nachmittag an. Dieses mal verzichtete der Zoll auf eine Tiefenprüfung. Wir mussten nur die Zollplomben vor ihren Augen entfernen. Dann ging es auf bewährte Weise weiter und zusammen haben wir die beiden großen Container aus La Paz entladen.
Zum Glück waren in diesen Containern die Rollen in einem guten bis sehr guten Zustand. Das Laden war sehr abenteuerlich, aber schaut euch das in unserem nächsten Video an.

Endlich - die Holzlieferung

Trotz der Verzögerungen, die durch den Mangel an Holz Lieferungen verursacht wurden, konnten wir unser Gerüst mit der Unterstützung der Stadt Warna aufbauen. Diese Woche kam endlich die lang erwartete Lieferung der bulgarischen Holzbau Firma, um das Baugerüst zu komplettieren. Hier Eindrücke in bewegten Bildern.

Die Ankunft des Schilfs vom anderen Ende der Erde

Nach sechs Monaten Vorbereitungszeit und unzähliger bürokratischer Hürden erreichte uns diese Woche das bolivianische Totora-Schilf auf dem Bauplatz in Bulgarien. Verspätungen, zolltechnische Probleme und der Ausfall eines Containerschiffes in Chile zwangen uns sogar, den Bauplatz von Russland nach Bulgarien zu verlegen. Heute, kurz vor der Auslieferung, musste unsere Ladung nochmals umfassende Kontrollen durch die bulgarische Polizisten, der Drogenbehörde und der Geheimpolizei über sich ergehen lassen. Gott sei Dank war die Ladung jedoch „sauber“ und wurde heute nach Beloslav nahe Varna zum Ausladen versandt.

Die Mitarbeiter der Glasfabrik INHOM auf unserem Bauplatz packten alle sofort mit an und unterstützten die schwere Arbeit in praller Sonne. Mit vielen Händen gibt es immer ein schnelles Ende. So waren wir froh, dass die zerbrechliche Ladung das andere Ende der Welt sicher erreichte. Die Rollen hatten weder einen muffigen Geruch noch machte das Schilf einen geschädigten Eindruck. Von den 40 Schilfbündeln und etwa zehn riesigen Schilfmatten waren nur zwei Bündel leicht beschädigt. Damit geht meine Strategie auf, das Boot nicht mehr in Bolivien, sondern erst am Startort zu bauen. Bei den vorangegangenen Expeditionen erlitten die fertigen Schilfboote immer größere Transportschäden am Rumpf, was sich vor allem bei ABORA III sehr negativ auswirkte.

Am Wochenende erreichen uns vorzeitig die beiden erfahrenen Bootsbauer vom Titikakasee aus Bolivien. Sie gehören der berühmten Aymara-Familie Limachi an, die nicht nur die ABORA-Schiffe, sondern auch die von Thor Heyerdahl vor Jahrzehnten gebaut hatten. Mit der Ankunft der Indios und der Fertigstellung des Baugerüsts kann nun der eigentliche Bootsbau am Ufer des Varna Sees beginnen. Wir rechnen mit einer Bauzeit von etwa vier Wochen. Parallel müssen unsere deutschen Handwerker die Schiffsaufbauten fertigen. Heute freuen wir jedoch erst einmal über die erfolgreiche Einfuhr unseres Schilfes und dass wir keine Schwierigkeiten im bulgarischen Zoll erfuhren.

Aufstellung des Baugerüstes

02.06.2019: Hier ist eine neue Zusammenfassung unser Aktivitäten in Bulgarien auf Video. Wir haben die Initiative in unsere Hand genommen, und eigens Holz „auf unserem Hotelgelände“ produziert. Dieser kleine Film gibt einen Einblick in unsere Aktivitäten.

22.05.2019: Nach langen und zähen Vorbereitungen kommt unser Bootsbau nun endlich in Beloslav in die Gänge. Unser netter Geschäftsführer Danko Kalchev dem INHOM Glasfabrik hatte für den Bau der Stapellauframpe eigens einen Bagger kommen lassen, der den unteren Teil des Bauplatzes als Rampe aufwendig in Wasser verlängerte. Darauf werden wir in altägyptischer Manier unser fertiges Schilfboot ins Wasser slippen. Die Gemeinde Beloslav versorgte uns mit 22 EURO-Paletten, die wir als Unterbau für das kolossale Baugerüst einsetzen werden.

Alle Packen fleißig mit an, während die Einheimischen uns argwöhnisch aus der Ferne beobachten. Viele sind noch etwas ungläubig und reiben sich verdutzt die Augen, warum die „Ausländer mit den orangen ABORA T-Shirts“ da in der Erde rumkratzen und mit einem Bagger gelben Sand am Ufer des Varna Sees verteilen. In nur wenigen Tagen werden sie erkennen, wofür wir den Untergrund so sorgfältig herrichten. Doch dafür brauchen wir endlich unser Bauholz, das heute wieder nicht, wie erwartet, angeliefert wurde.

Das Video zeigt episodisch den Bau der Rampe für den Stapellauf:

07.05.2019: Ankunft des aus Deutschland versendeten Equipments:

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