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ABORA IV - Detailinfos / Projektstand

Präambel

Bis vor wenigen Jahren ging man in der Archäologie davon aus, dass die großen Zivilisationen des Altertums für alle technischen Innovationen verantwortlich waren. Diese breiteten sich danach in die Levante, das Minoische Kreta und noch später ins barbarische Europa sowie den Kaukasus aus. Heute kann gezeigt werden, dass diese Beeinflussung auch in umgekehrter Richtung von den frühesten Metallkulturen am Fuße des Kaukasus erfolgte. In diese Richtungen tendieren auch die Überlieferungen von Herodot, der älteste Handelskontakte der Ägypter bis ins östliche Schwarzmeergebiet beschreibt. Eine dieser Routen führte vom Fuße des Kaukasus über den Bosporus, den Dardanellen und über die Ägäis mindestens bis Kreta. Diese Fernhandelsaktivitäten werden von vielen Archäologen immer noch ignoriert.

Aus diesem Grund bereitet Görlitz die neue ABORA-Expedition vor, um die Richtigkeit der von Herodot aufgestellten Überlieferungen in der Praxis zu überprüfen. Im Kielwasser der Argonauten und auf den Spuren Herodots antiker Beschreibungen wird die Seereise von Sotchi über Kreta möglicherweise bis nach Ägypten gehen. Die Expedition folgt damit prähistorischen Handelsrouten, die einzigartige Stätten der Weltgeschichte ansegeln wird.

Die Kardinalthesen:

Zu dem bedeutendsten Rätsel der Menschheitsgeschichte gehört die Frage, wie die alten Ägypter vor etwa 4.600 Jahren mit simplen Technikendie großen Pyramiden von Gizeh erbauen konnten. Herodot überliefert als einziger antiker Autor profunde Erkenntnisse über den Bau der Großen Pyramide von Gizeh. Er stellte mit großer Überzeugungskraft zwei wichtige Thesen zum Bau der Großpyramiden auf, die mit der Expedition überprüft werden sollen:


1. Zum Bau der Pyramiden verwendeten die alten Ägypter schon Eisenwerkzeuge

2. Die Ägypter importierten ihre Edelmetalle, zu welchen neben Zinn für die ersten echten

Zinnbronzen auch das besagte Eisen der Pharaonen zählte, auf dem Seeweg über das

Schwarze Meer.


Zu 1.) Dazu führte Görlitz zwischen 2013 bis 2016 das Cheops-Projekt durch, welches den Gebrauch von Eisen zum Bau der Großen Pyramiden von Gizeh dokumentierte. Das Fehlen jeglicher Eisenschlacken bis vor 900 v.Chr. im Niltal lässt die Kritik an Görlitz Eisenentdeckung nicht abebben. Deshalb begab er sich auf die Suche nach einer möglichen Quelle im frühen Altertum und wurde fündig: In Armenien entdeckten Archäologen bereits Ende der 60er Jahre eine Stätte, in der bereits Mitte des 3. Jh. v.Chr. – also mehr als 1.000 Jahre vor den Hethitern – Schmiedeeisen hergestellt wurde.


Zu 2.) Dennoch lehnt die moderne Ägyptologie die Existenz von Eisenwerkzeugen grundsätzlich ab, weil es bisher für Geräte aus Eisen keinerlei archäologische Belege gab. Ähnlich verhält es sich mit der Überlieferung Herodots (ca. 500 v.Chr.), dass die alten Ägypter ihre wertvollen Metalle aus den Schwarzmeergebieten des heutigen Russlands, Georgiens und Armeniens bezogen. Pharao Sesostris I. (ca. 1975 bis 1930 v.Chr.) soll sogar eine militärische Expedition in dieses Gebiet unternommen und dabei die heutige georgische Stadt Poti gegründet haben. Gleiches wird auch von dem römischen Historiker Strabo (ca. 100 n.Chr.) überliefert.


Darüber hinaus erwähnt Herodot mit großer Überzeugung, dass aus dem Baltikum neben Bernstein auch Zinn über das Schwarze Meer in die antike Welt importiert wurde. Dafür arbeitet Görlitz mit vielen deutschen, bulgarischen und tschechischen Partnern zusammen, um nachzuweisen, dass jenes Zinn vermutlich aus dem Erzgebirge stammt. Diese wissenschaftliche These wird den zweiten Teil der ABORA IV Expedition betreffen, um sowohl das Eisen der Pharaonen als auch das Zinn aus dem Erzgebirge über das Schwarze Meer tief ins Innere Mittelmeer zu transportieren.


Mit der ABORA IV Mission kann der empirische Beleg erbracht werden, dass diese Überlieferungen von Herodot auf älteren, aber realistischen Quellen beruhen, und solche Handelsfahrten mit ägyptischen Papyrusseglern technisch möglich waren.

Die neue Mission der ABORA IV

Trotz der Erfolge in der Experimentalarchäologie von Thor Heyerdahl und Dominique Görlitz zweifeln viele Archäologen immer noch an, dass diese Handelswege über das Meer die entscheidende Lebensader für die großen Hochkulturen des Altertums waren. Ihrer Meinung nach besaßen die vorzeitlichen Schilfboote weder die Manövrierfähigkeit, die Reichweite noch die Ladefähigkeit, um die für den internationalen Handel notwenigen Kapazitäten von den Abbaugebieten in die Zentren der Metall verarbeitenden Kulturen zu transportieren.


Aus diesem Grund wird die nächste ABORA IV den Versuch antreten, diesen Nachweis im Hochseeexperiment zu liefern. Ihre Reise wird von Sotschi quer durchs Schwarze Meer zum Ausgang der Dardanellen führen, weiter durch die Ägäische See bis Athen. Von dort wird sie durch ein einmaliges Insel-Hopping-Experiment über Melos, Santorin und Kreta ihre Manövrierfähigkeit demonstrieren, um schließlich in der ägyptischen Metropole Alexandria zu landen.

Sponsoren und weitere Förderer immer noch gesucht

Obwohl nach dem Medienerfolg mit der ABORA III 2007 mehrere Sponsoren Unterstützung für eine Folgemission angeboten hatten, katapultierte die Finanzkrise und andere Schwierigkeiten die ABORA Projektgruppe in das finanzielle Aus zurück. Aus diesem Grund steht die zweite Atlantikpassage von Amerika in die Alte Welt immer noch in der Warteschleife, weil sich hierfür bisher keine Sponsoren werben ließen.


Einige Ereignisse des Jahres 2014 motivierten den Projektleiter Dr. Dominique Görlitz parallel zu seinen atlantischen Reiseplänen diese neue Expedition ins Leben zu rufen.


Der Projektstart ist noch offen, dennoch bieten Russland und die östlichen Schwarzmeerländer den perfekten Rahmen, um die Aufmerksamkeit der Medien auf das Archäologieabenteuer zu richten. In keinem anderen Land der Welt erhielt der Wissenschaftler und Seefahrer Thor Heyerdahl so viel Anerkennung und Respekt wie im Gastgeberland Russland. Kein Wunder, dass die Namen Thor Heyerdahl und Juri Senkewitsch zu den unvergessenen Helden der ehemaligen Sowjetunion gehören. Ihr Vermächtnis lebt auch heute noch in Russland fort und kann auch als Symbol eines neuen Geistes für den friedlichen und freundschaftlichen Austausch zwischen den Völkern angesehen werden. Somit könnte die ABORA V auch nach den Olympischen Spielen ein Kulturbotschafter im Kielwasser Thor Heyerdahls werden.


Immerhin sind bereits die Lomonossov Universität Moskau und der IHK Russland in Berlin aktiv damit beschäftigt, der internationalen Crew die Wege nach Sotschi zu öffnen und als Kooperationspartner für die Expedition zu unterstützen. Seien auch Sie dabei und werden Sie Förderer der ABORA IV…!

Copyright | Dominique Görlitz •  Dr.-S.-Allende-Str. 46 • D − 09119 Chemnitz | Telefon 0049 - (0)371 725 478 0 | Mobil 0049 − (0)163 - 511 57 66 | dominique.goerlitz@t-online.de

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