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Marmorglobus

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geheimnisvolle Darstellungen auf einem Sammlungsobjekt

Der Globus in der Herzoglichen Sammlung der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha scheint ein spannendes Geheimnis zu haben. Denn die Darstellung aus Marmor zeigt östlich des südamerikanischen Kontinents eine Schiffsdarstellung, die alle Merkmale eines frühägyptischen Schiffstyps besitzt. Jedoch kein Gothaer des Frühmittelalters hätte dieses Wissen über ägyptischen Schiffsbau auf einem Globus verewigen können. Die Studien des Autors bringen nicht nur Licht in die kartographischen Kenntnisse der Frühkartographie, sondern auch in die Erforschung der kulturellen Wechselwirkung in der Vorzeit.

ausführliche Informationen
Der Marmorglobus stammt aus der Hand eines unbekannten Meisters. Man vermutet als Hersteller Johannes Schöner aus Nürnberg, der ihn vermutlich als Forschungsglobus um das Jahr 1533 angefertigt haben könnte.
Cornelia Lorenz entdeckt bei der ersten Analyse in der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha die bis dato unbekannte Darstellung eines ägyptischen anmutenden Schiffes vor der Ostküste Südamerikas.
Ausschnitt von Südamerika mit der rätselhaften Bootsdarstellung.
Erste Versuche einer 3D Referenzierung der Küstenverläufe des Gothaer Globus aus dem Jahr 2009. Heute arbeiten wir zusammen mit der Firma Messbildstelle Dresden GmbH und mit dem Institut für Kartographie der TU Dresden an einer vollständigen Reproduktion aller Schöner Globen einschließlich des Marmorglobus von Gotha.
Unglaublich aber wahr! Der Marmorglobus von Gotha (1533) zeigt neben der Finaeus Karte (1531) eine der besten Antarktisdarstellungen der frühen Neuzeit. Der legendäre Südkontinent wurde erst 289 Jahre später durch die russisch-deutsche Lazarev-Bellingshausen Expedition 1820 entdeckt! Wie kommen die erstaunlichen Ähnlichkeiten der Küstenläufe zu Stande?
Die Übertragung der Küstenverläufe vom Marmorglobus auf eine moderne Antarktisdarstellung offenbart, dass diese Küstenverläufe zu exakt für eine Phantasiedarstellung sind. Insbesondere die kleinere Westantarktis ist unter Weglassung der Palmer Halbinsel ziemlich genau widergegeben. Woher hatten die Kartographen der frühen Neuzeit dieses Wissen?
Im Historischen Museum Frankfurt a.M. ist heute der erste Schöner Globus von 1515 ausgestellt. Dort fand im August die erste Untersuchung mit der Messbildstelle Dresden statt. Das Foto zeigt den Museumsdirektor Dr. Frank Berger (Links) bei der Untersuchung zusammen mit Dr. Dominique Görlitz und dem Museumskurator (Mitte).
Nahaufnahme des Globus von 1515. Der Ausschnitt zeigt den afrikanischen Kontinent und unterhalb die Antarktis. Sie ist aber nicht so exakt wie auf dem Schöner Globus von 1533 sowie dem Marmorglobus von Gotha.

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