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26.10.2020, Erfolgreiche Präsentation zur A.S.S. Konferenz in Leipzig

Meine Rede über das “Eisen der Pharaonen”.

Seit vielen Jahren sind Erich von Däniken und ich Freunde. Und wir achten gemeinsam unsere Arbeiten, obwohl wir grundsätzlichen einen anderen Ansatz zur Entstehung unserer Hochkultur verfolgen. Aber genau deshalb achte ich ihn als einen großen Forscher unserer Zeit!

Die Patina an der Decke besteht aus Magnetit. Sie liefert eine wichtige Evidence für das Alter der Pyramide um 2.600 v. Chr.

Die berühmte Eisenblech, das Hill um 1837 gefunden hat. Es zeigt die gleichen Komponenten wie unsere Elementanalysen aus dem Jahr 2013. Dieser Eisenfund wurde 1989 von Jones & El Gayar in London untersucht. Er bestätigt unsere Untersuchungen zur schwarzen Patina.

Diese Seereise der ABORA IV konnte emprisch belegen,. dass altägyptische Papyrusboot für eine Befahrung der Strecke Schwarzes Meer, Bosporus, Ägäis und Mittelmeer in der Lage waren. Sie hätten ohne Weiteres Eisen vom östlichen Schwarzen Meer bis ins Niltal transportieren können.

Unser Wissen über die Zivilisationen des Altertums ist immer noch begrenzt und vom aktuellen Erkenntnisstand abhängig. Aus diesem Grund ging es in meinem Referat nicht nur alleinig um das Thema, ob die alten Ägypter in der 4. Dynastie bereits den Werkstoff Eisen gekannt und auch zum Bau der Großen Pyramiden von Gizeh verwendet haben.

Rückblende: Das Cheops-Projekt (engl. Khufu) erbrachte den Nachweis für das Vorhandensein von primitiven Schmiedeeisen in der 4. Dynastie. Die schwarze Patina an den Granitbalken besteht überwiegend aus Magnetit und Ferrit. Diese Oxide entstehen im Rennverfahren (Schmelze bei nur 1.250° C) beim Ausschmieden der Eisenluppe (oder auch Eisenschwamm). Aus diesem Grund weist auch das 1837 von Cornell Hill gefundene Eisenblech fast die gleiche Zusammensetzung auf, was einer doppelten Bestätigung unseres Fundes gleichkommt.

Auf der anschließenden Podiumsdiskussion mit Erich von Däniken habe ich noch einmal meinen terrestrischen Standpunkt untermauert, dass dies ein wichtiger Befund ist, dass die Kenntnisse zum Errichten der Cheops-Pyramide mit größter Wahrscheinlichkeit nicht von „Außerirdischen“ übertragen worden sein konnten. Falls dies der Fall gewesen wäre, hätten die technisch viel höher entwickelten Besucher fern von der Erde bitteschön auch die Kenntnisse zur Herstellung von hochwertigen Eisen im Gussverfahren übertragen (erster Eisenguss bei über 1.550 °C fand in China um 500 v.Chr. statt). Dass dies in Ägypten nicht der Fall ist, liefert aus meiner Sicht einen wichtigen Beleg, dass es beim Bau der Großen Pyramide kein „Wissenstransfer“ durch  Außerirdische gegeben hat.

Natürlich sehen das Erich von Däniken und viele Anhänger der Paläo-SETI-Gesellschaft anders. Aber dieser Befund muss zum Nachdenken anregen, dass in diesem Falle die Außerirdischen nicht ihre Hände im Spiel hatten. Vielmehr musste der gewaltige Innovationsschub, den der Bau der Großpyramiden ab Pharao Djoser (3. Dynastie) auslöste, zu einem gewaltigen Sprung in den technischen und architektonischen Fertigkeiten bei den alten Ägyptern geführt haben.

Beweisen kann ich das in allen Belangen auch nicht. Aber die Ergebnisse aus dem Cheops-Projekt und die Segelergebnisse von ABORA IV liefern schwerwiegende Hinweise für meine Argumentation. Es bleibt also spannend, zumal die künftigen Forschungen an der Pyramide für viele neue Erkenntnisse sorgen werden (siehe Hohlraum über der Großen Galerie oder den Papyrus vom Roten Meer).


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