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13.02.2020, Patara wird zur türkischen Kulturhauptstadt 2020

Diese Woche entschied das türkische Kulturministerium in Ankara, die ehemalige Hafenstadt Patara als türkische Kulturhauptstadt im Jahr 2020 zu küren. Diese Nachricht kommt auch dem ABORA-Team sehr entgegen, denn damit wird der Wert der neuentstehenden ABORA IV Ausstellung enorm aufgewertet. Dieser Post liefert noch einige Intergrundinformationen, die ich heute in einem persönlichen Telefonat von Prof. Havva İşkan erfuhr.

Als die ABORA IV am 19. September 2019 auf Einladung des türkischen Kulturministeriums ihren Kurs von Zypern nach Kaş in der Nähe von Patara änderte, wusste die Mannschaft noch nicht, in welcher wundervollen Kulturlandschaft sie ihre Expedition beenden würde. Die ABORA IV war von Bulgarien in See gestochen, um zu demonstrieren, dass altertümliche Schilfboote in der Lage waren, dass Schwarze Meer zu verlassen und durch die windige Ägäis zu segeln, um die Handelshäfen der alten Ägypter im Ostmittelmeer, wie Patara einer war, gezielt anzufahren.

Patara war einst ein ganz besonderer Ort an der Südwestküste der Türkei, etwa 150 km Luftlinie von Antalya entfernt. Es war die Hauptstadt des Lykischen Bundes und der bedeutendste Hafen dieser Landschaft. Kleinfunde belegen eine prähistorische Besiedlung schon für die Zeit des Chalkolithikums und der frühen Bronzezeit. Außerdem avancierte Patara zu Zeiten der Römer zum wichtigsten Hafen an der kleinasiatische Küste, die den Getreidehandel vom Niltal über Patara in die Hauptstadt des römischen Imperiums vermittelten. Dennoch reicht seine Bedeutung sehr viel weiter in die Geschichte zurück, wie Prof. Havva İşkan in dem Gespräch heute ausführte: „Patara und das nahe Tlos kann auf eine uralte Seefahrtgeschichte zurückblicken, denn hierher wurden schon vor mehr als 11.000 Jahren größere Mengen von Obsidian von der Insel Melos transportiert, also ziemlich genau entlang der Route, die ihr der ABORA IV segelt seid.“

Diese und viele weitere Funde werden nun im Patara-Jahr der Weltöffentlichkeit vorgeführt. Die Seereise der ABORA IV wird auch ihren Teil dazu beitragen, das Vermächtnis von Patara zu würdigen. Wenn seefahrende Kaufleute jener Zeit mit ihren Schilfbooten wie wir mit ABORA IV zwischen dem Schwarzen Meer, der Ägäis bis ins Ostmittelmeer verkehrten, hätten sie auch tonnenschwere Fracht über die Ägäis an die lykische Küste transportiert. Jeder Händler, der das Ostmittelmeer von Ost nach West oder umgekehrt befuhr, musste an diesem wundervollen Ort mit seinem Naturhafen vorbeikommen.

Die beiden türkischen Archäologen Fahri Işık. Und Havva İşkan von der Akdeniz-Universität in Antalya haben mit diesem Titel zurecht eine große Anerkennung erworben. Das ABORA-Team hofft, dass auch unsere neue Schiffsinszenierung hilft, die Neugierde der vielen Touristen nach dem maritimen Vermächtnis der Hafenstadt Patara zu befriedigen. Der Ansturm wird in den nächsten Monaten gewaltig sein. Man schätzt, dass er von jährlich rund 250.000 Besuchern im Jahr auf eine Million 2020 ansteigen wird.

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