.

Übernachten
Startseite
Veranstaltungen
Übernachten

Aktuelles Details

28.10.2019, Kongress „Pioniere der Meere“ am 23.11.2019 im Galileo-Park

Vor exakt 500 Jahren (1619) begann Magellan seine historische Umsegelung Amerikas. Das öffnete die Türen für die Besiedlung des amerikanischen Kontinents – auch wenn die einheimischen Bewohner das wohl gerne vermieden hätten. Die Welt umsegelt hat Magellan, trotz allgemein verbreiteter Meinung, nicht. Er starb vor der Rückkehr seiner Flotte nach Europa.

Und vor genau 50 Jahren (1969) gelang der Menschheit die vielleicht größte Leistung ihrer Geschichte: die erste bemannte Mondlandung! Armstrong, Collin und Aldrin. Wahre Helden, die mit einer 50:50 Überlebenschance losflogen.

Doch damit nicht genug: im Schatten der Mondlandung kaum beachtet, startete der norwegische Forscher und Abenteurer Thor Heyerdahl (1914 – 2002) in 1969 mit seinem Schilfboot „Ra I“ seine erste Expedition über den Atlantik. Er wollte beweisen, dass auch schon früher - vor Jahrtausenden - Hochkulturen miteinander in Kontakt waren. Das gelang ihm später mit der „Ra II“.

Für einen kulturellen Austausch muss man aber dauerhaft in beide Richtungen (Ost-West und West-Ost) segeln können. Das konnten die „Ra“ Expeditionen von Thor Heyerdahl noch nicht. Aber der Stachel war gesetzt. Der deutsche Biologe und Experimentalarchäologe Dr. Dominique Görlitz lernte Thor Heyerdahl kennen und schätzen. Er beschloss dessen Lebenswerk fortzusetzen. Auf altägyptischen Zeichnungen entdeckte er Schiffe mit merkwürdigen „Brettern“ an den Seiten. Durch experimentelle Versuche fand er heraus, dass diese das „Kreuzen“ – also gegen Wind und Strömungen segeln - erlaubt. Mit seinen „ABORA Expeditionen“ wies er dies nachhaltig nach.

Anlässlich des 50jährigen Jubiläums von Thor Heyerdahls „Ra I“ Expedition startete Görlitz in diesem Sommer seine „ABORA IV“ Expedition von Varna (Bulgarien, Schwarzes Meer) durch den Bosporus in das Mittelmeer. Nachdem das Ziel „Santorin“ erfolgreich erreicht wurde, ging es jetzt weiter in die Türkei, wo die „ABORA IV“ im Museum von Kaş einen dauerhaften Standort finden wird.

Angesichts dieser Fülle an historischen Events, die sich dieses Jahr jähren, hat sich der GALILEO-PARK entschlossen, den Kongress dieses Jahr unter das Thema „Pioniere der Meere“ zu stellen, um die großen Entdecker zu ehren.

1. Vortrag: Die Argonauten der Steinzeit – Im Schilfboot im Kielwasser der alten Ägypter

(Beginn: 10:00 Uhr) von Dr. Dominique Görlitz, Experimentalarchäologe

Die ABORA IV-Expedition konnte die technische Machbarkeit maritimer Verbindungen frühgeschichtlicher Bronzekulturen des Schwarzen Meeres mit jenen des östlichen Mittelmeeres belegen. Die Expedition demonstrierte, dass sowohl Werkzeuge aus Eisen zum Bau der Pyramiden vor 4.600 Jahren als auch Zinn und Bernstein über große Strecken auf dem Seeweg mittels altertümlicher Schilfboote verschifft worden sein können.

2. Vortrag: Handelsschifffahrt in der Bronzezeit im Mittelmeer

(Beginn: 11:00 Uhr)von Prof. Dr. Frank Müller-Römer, Ägyptologe

In der Bronzezeit zwischen 2.200 und etwa 800 v.Chr. fand ein reger Handel entlang der Küsten der Levante und Griechenlands statt. Unterschiedlichste Güter wurden von West nach Ost und in umgekehrter Richtung transportiert. Die Schifffahrt und der damit verbundene Güteraustausch prägten auch die die politische Entwicklung des Mittelmeer-Raums.

3. Vortrag: Weltkarten aus der Antike? Neue Forschungen enthüllen unglaubliches kartographisches Wissen der frühen Kulturen über die Gestalt der Erde

(Beginn: 12:00 Uhr) von Prof. Dr. Manfred Buchroithner, Kartographiehistoriker

Die Geschichte unserer eigenen neuzeitlichen Kartographie beginnt eigentlich erst recht spät im Zuge der sogenannten europäischen Entdeckungen. Dabei haben sich drei Karten einen besonderen Ruf als „Rätsel der Kartographie“ erworben: die Waldseemüller-Karte von 1507, die Piri-Reis-Karte von 1513, und die Finaeus-Karte von 1531. Diese drei Karten verblüffen uns durch ihren Gesamteindruck, in dem sie Kenntnisse über eine Welt veranschaulichen, die man zu dieser Zeit eigentlich noch gar nicht besitzen konnte.

4. Vortrag: Das Rätsel der südamerikanischen Chachapoya-Kultur – Ihr Ursprung im antiken Spanien

(Beginn: 14:00 Uhr) von Andreas Otte, Privatforscher

Die Kultur der sogenannten Chachapoya weist viele Rätsel auf. Die Forschung der Altamerikanistik zur Entstehung dieser Kultur steckt seit vielen Jahren in einer Sackgasse. Der Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Hans Giffhorn hat sich in den letzten zwanzig Jahren intensiv mit der Frage der altweltlichen Herkunft der südamerikanischen Chachapoya beschäftigt.

5. Vortrag: CaputGentisLyciae: PATARA – Über die Geschichte und Bedeutung des antiken Patara

(Beginn: 15:00 Uhr) von Prof. Dr. Havva İşkan, Archäologin

Patara war eine antike Stadt an der Mittelmeerküste Lykiens in der heutigen Türkei. Sie liegt nahe der Mündung des antiken Flusses Xanthos im Landkreis Kaş der Provinz Antalya. Patara galt als eine der wichtigsten Städte Lykiens und der bedeutendste Hafen dieser Landschaft. Kleinfunde belegen eine prähistorische Besiedlung des späteren Patara schon für die Zeit des Chalkolithikums und der frühen Bronzezeit.

Am Ende gibt es eine Podiumsdiskussion mit allen Referenten und dem Publikum. Bereits am Vortag findet eine Filmaufführung statt, in der der Expeditionsleiter Dominique Görlitz über die abenteuerliche Seereise der ABORA IV im Kongresshotel Schweinsberg berichtet: Beginn 19.30 Uhr.

 

Copyright | Dominique Görlitz •  Dr.-S.-Allende-Str. 46 • D − 09119 Chemnitz | Telefon 0049 - (0)371 725 478 0 | Mobil 0049 − (0)163 - 511 57 66 | dominique.goerlitz@t-online.de

Design/Programmierung MediaOnline GmbH